Samstag, 12. April 2014

Ein Wanderabenteuer in Exmoore, Part 1

soooo da bin ich wieder. Nach dem tollen Schlemmerwochenende mit Lisi war es nun Zeit die angefutterten Pfunde wieder abzutrainieren. Daher ging es auf an die Süd-West-Küste Englands, genauer gesagt nach Minehead am Exmoore Nationalpark. Eva und ich haben es uns zum Ziel gemacht 4 Tage lang den Küsten-Wanderweg zu erobern! Am ersten Tag hieß es aber erstmal die Gegend von Minehead zu erkunden ... schonmal etwas üben :D Man muss sich ja immer gut erwärmen. Also ging es auf ins benachbarte Dunster. Eva hat natürlich alles wieder professionell festgehalten!


In Dunster gibt es auch das wunderschöne Dunster Castle. Allerdings waren wir erst so gegen 16.50 dort und um 5 macht das Castle zu ... allerdings hat uns eine sehr nette Dame noch für die restlichen 10 Minuten in den Garten des Castles gelassen und es war suuuper schön!


Im Garten gab es sogar Palmen, richtig mediteran :D Nachdem wir den Garten im Schnelldurchlauf erkundet hatten sind wir noch in ein knuffiges kleines Cafe im Dorf gegangen und haben uns dann auf den Rückweg zur Jugendherberge gemacht. Aber nicht ohne einen Umweg über einen coolen Aussichtsturm mit Blick auf Dunster


Der totale Dornröschenturm ^^


Nachdem wir den Abend bei gemütlichem Essen und kreativen Postkartenschreiben verbracht haben, ging es am nächsten Morgen auf nach Lynmouth. Wir wussten von anfang an, dass es eine recht lange Etappe werden würde (oder zumindest nachdem uns der Leiter des Hostels doch sehr verwundert angesehen hat, nachdem wir gesagt haben, dass wir bis nach Lynmouth wandern ... an einem Tag) haben wir uns dennoch die Zeit für eine Fotosession am Startpunkt genommen.


Da die Jugendherberge etwas außerehalb von Minehead war und wir uns ausgiebig Zeit für Fotos genommen haben, kamen wir erst so ca. 9.30 tatsächlich aus Minehead weg, aber einmal on the Road, konnte uns nix mehr stoppen!


Naja fast nix :D


Man muss ja zwischendurch auch mal die Sonne genießen :D Die Landschaft auf dem Coast Path war jedenfalls schonmal beeindruckend und das Wetter war auch super!


Zum Mittag haben wir dann wie geplant Porlock erreicht. Ein hübches Städtchen, direkt an der Küste. Dort haben wir uns dann in einem netten Cafe auch lecker cream tea gegönnt. 


Nach entspanntem chillen im Cafe und nem kurzen Plausch mit dem Besitzer ging es weiter Richtung Porlock weir. Auf dem Weg dorthin haben wir uns kurz verlaufen, ein merkwürdiges Pferd gesehen und Falko Lieder in der englischen Pampa gesungen ... ja sowas passiert wenn man schon seit 5h zu Fuß unterwegs ist. 


Aber die Landschaft war schon toll und wir hatten auch noch immer Zeit für schicke Fotos.


In Porlock Weir wurde uns dann langsam klar, dass wir uns etwas sputen müssen. Laut google maps hätte der ganze walk nämlich nur 6-7h dauern sollen ... die waren allerdings langsam vorbei und wir waren noch immer erst auf der Hälfte. Google hatte wohl nicht berechnet, dass dieser Path so hügelig ist!


Von Porlock ging es dann in einen Wald und wir hatten endlich das gefühl voran zu kommen. 


So gut sogar, dass wir noch Zeit für eine "Scheinpause" fürs Foto hatten.


Und obwohl wir uns über die vielen tollen Wasserfälle gefreut haben, machte sich doch langsam unruhe breit ...es war schon nach 17.00 und wir waren noch immer im Wald ... und schlimmer noch, wir waren noch immer 8 Meilen von Lynmouth, unserem Ziel, entfernt. So langsam begannen wir zu rechnen und zu überlegen ob wir das überhaupt noch im Tageslicht schaffen.


Und dann kamen wir zu unserem Notausgang im Wald. Ein wegweiser machte uns auf den Exit zum Country Gate aufmerksam. Dort würden wir zur Straße und zum Bus kommen, der uns dann sicher nach Lynmouth bringen würde. Also machten wir uns auf den Weg aus dem Wald hinaus und endlich sahen wir nach 10h wandern Licht am ende des Tunnels


War auch höchste Zeit!


An der Bushaltestelle angekommen (nach nem Monster Berg übrigens!) stellte sich jedoch heraus, dass der letzte Bus bereits vor einer Stunde gefahren war! Damn, jetzt waren wir an der Straße gestrandet. Also gab es nur noch einen Ausweg: per Anhalter fahren. Dann kam auch tatsächlich ein Auto in unsere Richtung und es hieß: daumen raus! Das Auto hat auch für uns angehalten und ein sehr nettes Ehepaar aus London hat uns tatsächlich mitgenommen. Nachdem wir uns nett unterhalten haben fragte dann die Frau wo genau wir in Lynmouth eigentlich hin müssten. ich meinte dann so: Hillside House. Darauf sagt sie: Wir auch!!! Haben wir doch tatsächlich im gleichen Bed and Breakfast übernachtet! uns wir waren auch noch die einzigen 4 Gäste an diesem Tag! Absolut crazy! so ein glück und dann auch gleich bei meinem ersten Hitchhiken aller zeiten! Absolut crazy! Dieses Glück wurde am Abend dann gleich mit Cider und lecker Lasagne gefeiert!


Nach dieser Aufregung haben wir uns entschlossen unsere Folgende etappe etwas abzukürzen. so konnten wir auch am Morgen das selbst gekochte English Breakfast genießen, soooo lecker! Danach haben wir uns noch Lynmouth im Morgenlicht angesehen.


Hübsches kleines Küstendorf ^^


Nachdem wir danach wieder etwas in Lynton rumgetrödelt haben ging es weiter ins Valley of Rocks, absolutely stunning!


erst recht bei dem Wetter!


Die Aussicht auf diesem Teilstück war echt beeindruckend!


und eins hab ich auch über Eva gelernt: Wenn sie so guckt wie auf diesem Bild, ist ein Wasserfall nicht weit :D


All diese Hügel die man hier im Hintergrund sieht, hatten wir zu diesem zeitpunkt schon bezwungen, aber es lagen noch einige auf und abs vor uns. Wirklich, wer hätte gedacht, dass England so hügelig ist!


Gegen zwei hatten wir dann die Hälfte unserer Tour erreicht und haben unsere "Jause" wie die Österreicher sagen, auf dem windigsten Hügel gegessen, den wir finden konnten. Dort hatten wir keine Lust uns auszurasten (ja das is sone Redewendung von Österreichern ... komisch, ich weiß) und auch keine Zeit!


Denn all diese Hügel lagen noch vor uns ... puh ich hoffe wir schaffen es heute!


Aber wir haben den Turbo angezogen und die Beine in die Hand genommen und sind tatsächlich gut voran gekommen. 


Als wir nur noch einen großen Hügel vor uns hatten waren wir wieder völlig entspannt und hatten wieder Zeit für tolle Fotos (Eva hat noch viel mehr als ich, aber das hier find ich eigentlich auch ganz nett)


und dann haben wir uns den great Hangman hochgekämpft!


Oben angekommen konnten wir dann schon unser heutiges Tagesziel sehen: Combe Martin 


Auf dem Schild kann man sehen wie viele Meilen wir zurück gelegt hatten in den letzten 2 Tagen: Minehead: 35 Meilen!


In Combe Martin haben wir dann noch kurz auf den letzten Bus gewartet, der uns zu unserer Unterkunft in Ilfracombe bringen würde (es war der letzte Bus übrigens ^^)


In Ilfracombe angekommen haben wir uns selbst mit super leckerem Essen und Cider im Restaurant belohnt! Wir haben es geschafft, mit Sack und Pack sind wir von Minehead bis nach Ilfracombe gekommen und das (fast) nur zu Fuß!


Die nächsten 2 Tage blieben wir dann in Ilfracombe, aber unsere Wanderabenteuer waren noch lange nicht beendet, dazu aber morgen in einem neuen Eintrag mehr.

To be continued ....

1 Kommentar:

  1. Boar, was für tolle Ausblicke!
    Aber ... ich glaube, für mich wäre das nichts, das sind ja hammerharte Strecken! O.O
    (Da würde ich höchstens mit dem Fahrrad überlegen ... wobei. Die Berge sind mit dem Fahrrad sicherlich auch richtig unlustig! ^^)

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